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Der Public Health Action Cycle als Ausgangspunkt für Evidence-based Public Health

In den Achtzigerjahren führte das US Institute of Medicine eine Studie zu Public Health in den Vereinigten Staaten von Amerika durch(1): Untersucht wurde der gegenwärtige Status der Public Health Aktivitäten in den USA; insbesondere interessierte die Frage, welche Institutionen mit der Umsetzung von Public Health Aktivitäten beschäftigt sind und wo die Verantwortlichkeiten liegen; ebenso analysiert wurde die geschichtliche Entwicklung. Es folgte die Entwicklung einer "Vision of Public Health in America"; diese geht von vier wesentlichen Phasen aus, nämlich:

Assessment, Policy Development, Assurance, Evaluation.

Der Public Health Action Cycle (PHAC) bezeichnet diesen Vierphasenansatz, wie er von Rosenbrock weiterentwickelt wurde(2), bezeichnet diese vier Phasen. Er eignet sich gut, um die Umsetzung des "Evidence-based"-Ansatzes in Public Health zu diskutieren. Diese Diskussion kann nicht abschliessend sein; sie muss für jedes Projekt neu geführt werden.

Die 4 Phasen des Public Health Action Cycle:

Assessment:
Das Gesundheitsproblem wird in seinen medizinischen, epidemiologischen und sozialen Aspekten abgeschätzt.

Policy Development:
Optionen, Strategien und Massnahmen zu seiner Linderung, Minderung oder Lösung werden erörtert.

Assurance:
Die aus dem Policy Development resultierenden Massnahmen und Strategien werden in der Praxis umgesetzt.

Evaluation:
Die Wirkungen der umgesetzten Massnahmen und Strategien werden gemessen und bewertet. Idealerweise folgt aus der Evaluation einer Strategie ein Reassessment des Gesundheitsproblems und gegebenenfalls eine Anpassung der Strategie und der Massnahmen; der Kreislauf beginnt damit von neuem.

Einer der wesentlichen Aspekte des Ansatzes ist die Erkenntnis, dass sich zwischen dem Konzept einer Health Policy und ihrer Umsetzung in die Praxis gravierende Unterschiede bestehen können und oft grosse Hürden zu überwinden sind.

Nach Rosenbrock haben weitere Autoren das Modell des PHAC als wertvolles Arbeitsinstrument erkannt; in der Schweiz sind Brigitte Ruckstuhl et al.(3) und Ruedi Hösli(4), der den PHAC als Modell zur Darstellung von partizipativen Veränderungen von sozialen Systemen im Rahmen der Gesundheitsförderung verwendet hat, zu erwähnen.

In Zusammenhang mit Evidence-based Public Health ist die Publikation "Förderung der Qualität in Gesundheitsprojekten. Der Public Health Action Cycle als Arbeitsinstrument" von Ruckstuhl B. et al. interessant(3). Im Sinne einer Reflexionshilfe (Zitat) stellen die Autoren handlungsleitende Fragen, die sie nach dem Public Health Action Cycle gliedern.

Das folgende interaktive Modell lehnt sich an die Darstellung von Rucksuhl B. et al.an (3) . Klicken Sie mit der Maus auf die Kreise in der Grafik, welche die einzelnen Phasen darstellen und lesen Sie die handlungsleitenden Fragen.

Übung: Überlegen Sie sich, bei welchen Fragen ein "Evidence-based"-Ansatz hilfreich ist und wo nicht.

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Mit freundlicher Genehmigung von Brigitte Ruckstuhl et al.(3) und der Stiftung Radix.


Weiterführende Literatur

Ruckstuhl B, Somaini B, Twisselmann W. Förderung der Qualität in Gesundheitsprojekten. Der Public Health Action Cycle als Arbeitsinstrument. Bern: Radix Gesundheitsförderung, 1997.

Bezugsquelle:
Radix Gesundheitsförderung
Stampfenbachstrasse 161
8006 Zürich
Tel. 01 360 41 00
Fax 01 360 41 14
mail: infodoc@radix.ch
Web: www.radix.ch. Link

 

Referenzen

1. Institute of Medicine. The Future of Public Health. Washington, DC: National Academy Press, 1988.

2. Rosenbrock R. Public Health als soziale Innovation. Gesundh.-Wes. 1995; 57:140-44.

3. Ruckstuhl B, Somaini B, Twisselmann W. Förderung der Qualität in Gesundheitsprojekten. Der Public Health Action Cycle als Arbeitsinstrument. Bern: Radix Gesundheitsförderung, 1997.

4. Hösli R. Gesundheitsförderung - als Veränderung von sozialen Systemen. Soziale Präventivmedizin 1998:43;229-38.

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